Wenn das Herz stolpert - Herzrhythmusstörungen

Sie äußert sich als einzelne Zusatzschläge, die in den Hals schlagen, längeres Herzstolpern, Aussetzer oder Herzrasen – die Herzrhythmusstörung. In der Bevölkerung weitverbreitet, handelt es sich dabei oft um harmlose Extraschläge, sogenannte Extrasystolen ohne Krankheitswert. „Tritt die Störung jedoch gemeinsam mit anderen Beschwerden wie Schwindel oder Atemnot auf oder hält sie länger an, ist Vorsicht geboten“, mahnt Prof. Dr. Martin Höher. Der Chefarzt und Kardiologe im Elisabeth-Krankenhaus informiert in der Reihe „Hören, was gesund macht“ über die Ursachen und die Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

„Viele Menschen nehmen einen unregelmäßigen Herzschlag abends im Liegen wahr“, erklärt Prof. Höher. „In Ruhe ist der Puls langsamer und Unregelmäßigkeiten fallen stärker auf. Meist merken die Patienten nicht die Extraschläge, sondern den nächsten festeren, regulären Herzschlag, der bis in den Hals schlägt.“ Diese Extrasystolen können vielfältige Ursachen haben. „Schlafmangel, seelischer und körperlicher Stress können ebenso Auslöser sein wie Alkohol- oder Nikotinkonsum.“ Für die Prognose entscheidend ist die Frage, ob das Herz gesund ist oder ob Herzrhythmusstörungen Folge einer Herzerkrankung sind.

Der Kardiologe geht auch darauf ein, wie harmlose Beschwerden gelindert werden können: „Außer einem gesunden Lebenswandel kann die Einnahme von Kalium oder Magnesium gute Ergebnisse erzielen.“ Eine häufige Herzrhythmusstörung gerade bei älteren Menschen ist Vorhofflimmern. „Hier ist neben der Pulsregulation meist auch eine Blutverdünnung wichtig, um einen Schlaganfall zu verhindern.“

Die Informationsveranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Datum: 
Mittwoch, 13. September 2017 -
17:00 bis 18:30
Veranstaltungsort: 
Vinzenz-Saal, Elisabeth-Krankenhaus Kassel, Weinbergstraße 7, 34117 Kassel
Referent(en): 
Prof. Dr. med. Martin Höher, Chefarzt Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin