22.02.2018

Darmkrebs – Wenn der Tumor ins Bauchfell gestreut hat

Prof. Dr. Paweł Mroczkowski informiert in der Reihe „Hören, was gesund macht“ über bestehende Therapiemöglichkeiten

Die Diagnose Darmkrebs ist schon schlimm genug. Bei fortgeschrittenen Leiden kommt es jedoch vor, dass der Tumor in die Bauchhöhle streut und auch das Bauchfell befällt. Dieses Gewebe umschließt die meisten inneren Organe. Prof. Dr. Paweł Mroczkowski, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Elisabeth-Krankenhaus Kassel, weiß, dass sich hier wachsende Krebszellen drastisch auf die Lebenserwartung auswirken und gravierenden Einfluss auf die Arbeit der Organe haben. In der Reihe „Hören, was gesund macht“ im Elisabeth-Krankenhaus Kassel informiert er am Mittwoch, 7. März 2018, um 17 Uhr, wie sich der Krebs in der Bauchhöhle auswirkt, welche Therapiemöglichkeiten bestehen und welche Chancen die HIPEC-Methode bietet.

„HIPEC steht für Hypertherme Intraperitoneale Chemoperfusion – dabei wird der Bauchraum zusätzlich zu einer Operation über 30 bis 90 Minuten mit einer erhitzten Chemotherapie-Lösung gespült“, erläutert Prof. Mroczkowski. Er setzt als erster Allgemein- und Viszeralchirurg dieses komplizierte Verfahren in Kassel ein. „Die Therapie ist sehr komplex und eignet sich leider nicht für alle Patienten. Zunächst werden alle sichtbaren Tumore chirurgisch entfernt. Die Chemotherapie soll dann die nicht sichtbaren Krebszellen zerstören. Die Hitze erhöht den Effekt der Spülung“, sagt er.

Für welche Patienten dieses Verfahren geeignet ist, welche Risiken und Chancen bestehen sowie welche alternativen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen, informiert Prof. Mroczkowski ebenfalls in der kostenfreien Informationsveranstaltung.