20.03.2018

Aufruf zum ehrenamtlichen Engagement

„Es gibt nichts Erfüllenderes, als ein Dankeschön von Menschen, denen man geholfen hat“
  • St. Martini sucht Eichsfelderinnen und Eichsfelder, die etwas ihrer Zeit für Patienten und Bewohner einsetzen möchten

16 Millionen Menschen in Deutschland leben allein. Das ist jeder Fünfte. Nicht alle haben diese Art zu leben freiwillig gewählt. Nach Erhebung des statistischen Bundesamtes sind 16 Prozent aller über 80-Jährigen einsam. Kommen alleinstehende Menschen ins Krankenhaus, so können etwas Zeit, persönliche Begegnung und gute Worte sehr zum Wohlbefinden beitragen und den Genesungsprozess unterstützen. Diesen alleinstehenden Menschen und Menschen, deren Angehörige nicht zu Besuch kommen können, während ihres Aufenthaltes in Krankenhaus oder Altenpflegeheim Unterstützung zu bieten, ist das Ziel des Besuchsdienstes an St. Martini. Dafür sucht die Einrichtung ehrenamtliche Helferinnen und Helfern, die im Besuchsdienst zu den Patienten oder Bewohnern gehen. Miteinander sprechen, etwas vorlesen oder spielen, zusammen in den Garten gehen oder kleine Besorgungen erledigen. Schon mit zwei bis drei Stunden pro Woche könne jeder Einzelne viel für die Menschen bewirken, erklärt Schwester M. Carolá Brun, die den Besuchsdienst organisiert. Interessierte können sich jederzeit über die Zentrale unter Telefon 05527 842-0 an Schwester M. Carolá Brun für den Besuchsdienst des Krankenhauses oder an Stephanie Deppe für den Besuchsdienst des Altenpflegeheimes wenden.

„In der Vergangenheit haben wir Ordensschwestern die gute pflegerische Versorgung durch unsere Zuwendung ergänzt“, erklärt Schwester M. Carolá und ergänzt: „Wir Ordensschwestern tun auch heute noch, was wir können. Brauchen aber auch Menschen, die diese erfüllende Aufgabe annehmen und mitwirken. Ohne Ehrenamtler geht es nicht mehr!“ Dabei engagiert sich im Altenpflegeheim – zum Teil bereits seit Jahren – eine größere Gruppe an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Im Krankenhausbesuchsdienst sind zurzeit drei sehr engagierte Eichsfelderinnen und Eichsfelder im Einsatz, die sich auf weitere Unterstützer im Team freuen.

Kontaktfreudigkeit, Empathie und Zuhören können – so beschreibt die Konventoberin, die Voraussetzungen, die Menschen für den Besuchsdienst mitbringen sollten. Und auch das Einhalten der Schweigepflicht, denn die Patienten vertrauten ja dem Besuchsdienst mitunter etwas an. „Jeder Mensch verfügt über Stärken und Schwächen. Im persönlichen Gespräch überlegen wir gemeinsam, wo am besten das Engagement erfolgen kann“, erklärt die Ordensschwester. Die Abstimmung der Einsätze erfolge dabei in enger Absprache mit den Abteilungsleitungen und behandelnden Medizinern.

„Wir treffen uns im ehrenamtlichen Team  regelmäßig zum gemeinsamen Mittagessen, tauschen uns aus, sprechen über unsere Erlebnisse und Erfahrungen und stimmen uns auch mit den ehrenamtlichen Patientenfürsprechern ab“, hebt Schwester M. Carolá Brun die Bedeutung des Austausches zwischen den ehrenamtlich Engagierten hervor. Ganz nebenbei wachsen dadurch bereichernde Kontakte und neue Freundschaften. „Meine herzliche Bitte: Engagieren Sie sich für die Menschen in St. Martini, entdecken Sie ein neues Charisma in sich und helfen Sie, St. Martini noch mehr zum Segensort zu machen.“