10.01.2018

Cello pur! Werke von Bach, Reger, Dall‘Abaco und Bloch

Solokonzert mit Sebastian Kuhn in der Krankenhaus-Kapelle

Cellist Sebastian Kuhn ist am Sonntag, 21. Januar 2018, um 15:00 Uhr in der Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses zu Gast. Der 21-Jährige Musikstudent der Musikakademie Kassel präsentiert Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Joseph Dall’Abaco und Ernest Bloch. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Kapelle wird gebeten. Patientinnen und Patienten können über kostenlose Kopfhörer zuhören.

Gilt das Violoncello lange Zeit nur als Bass- und Begleitinstrument, stellt als einer der Ersten Johann Sebastian Bach mit seinen sechs Suiten fulminant unter Beweis, wie klangschön die Kniegeige als Soloinstrument eingesetzt werden kann. „Es ist erstaunlich, wie viel ein einziges Instrument mitbringt, auch wenn Mehrstimmigkeit auf diversen Instrumenten nur begrenzt oder sogar überhaupt nicht möglich ist. Dennoch kann eine volle Klangwelt entstehen und eine meditative, harmonische Stimmung erzeugt werden“, erklärt Kuhn, der bei Dozent Emanuel Wehse – dem Cellisten des Morgenstern Trios – studiert. Er wird in der Krankenhaus-Kapelle Bachs Suite für Cello solo No. 4, Max Regers Suite für Cello solo No. 2, Dall’Abacos Capricci No. 1, 2, 3, 4 und 6 zu Gehör bringen.

Krankenhausdirektorin Marieluise Labrie verspricht: „Die besondere Atmosphäre und Akustik unserer Krankenhauskapelle ist perfekt geeignet für den voluminösen, samtigen und erhabenen Klangcharakter eines Cellos.“

 

Zum Künstler:
Sebastian Kuhn wird früh musikalisch geprägt, besonders durch den Orchesterberuf der Eltern. Bereits mit fünf Jahren beginnt er mit Violoncellounterricht bei Uwe Schachner. Wenige Jahre später folgen Klavier und Saxofon. Durch seinen Saxofonlehrer Dirk Orend wird auch seine Leidenschaft für Jazz geweckt.

Kuhn sammelt bereits in jungen Jahren kammermusikalische Erfahrung verschiedenster Art. Außerdem wirkt er zur Erweiterung seines musikalischen Blickwinkels bei zahlreichen Orchesterprojekten mit. Nach elf Jahren Unterricht beim gleichen Cellolehrer wechselt Kuhn an die Hochschule für Musik Würzburg in ein Frühstudium zu Professor Orfeo Mandozzi. Zusätzliche wird er von den Cellisten Janos Török und Alexander Zhibaj sowie der Alexandertechniklehrerin Uschi Hartberger unterrichtet. Nach seinem Abitur und dem Abschluss des musikalischen Frühstudiums studiert Kuhn ein Jahr an der Universität Würzburg Musikwissenschaft, bis er zum Sommersemester 2016 an die Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ wechselt und bei Emanuel Wehse seine Cello-Ausbildung fortsetzt.