12.12.2016

Versorgung der Patienten des Krankenhaus St. Vinzenz gesichert

In dieser Woche erfolgen die letzten Patientenentlassungen und -verlegungen

„Mit großem Einsatz haben alle Mitarbeiter auch in dieser schwierigen Phase in den letzten Wochen daran gearbeitet, die bestmögliche Behandlung und Weiterbehandlung der Patienten sicher zu stellen und zu koordinieren“, bedanken sich die Mitglieder des Direktoriums in Person der Ärztlichen Direktorin Dr. Urte Sommerwerck, der Pflegedirektorin Katja Rösler sowie Klaus-Dieter Lübke-Naberhaus, Kaufmännischer Direktor im Interim, bei den Teams vor Ort.

Noch sind 20 Patienten im Krankenhaus. Bis zum Ende dieser Woche werden diese letzten Patienten entlassen oder verlegt. Eine qualitativ hochwertige und sichere Patientenversorgung gilt es dabei auch bei Entlassung und Weiterverlegung sicher zu stellen. „Alle zukünftigen Termine sind abgesagt“, so Lübke-Naberhaus. Die Patienten erhalten persönliche Anschreiben der zuständigen Oberärzte und des Direktoriums. In jeweils individueller Absprache zwischen den niedergelassenen betreuenden Ärzten und dem Patienten erfolgt die Auswahl der weiterbehandelnden Einrichtungen. Dies betrifft vor allem Beatmungskontrollen und Schlaflaborpatienten. In einzelnen dringenden Fällen wurden Patienten telefonisch kontaktiert.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Hildesheim hat das Krankenhaus St. Vinzenz Braunschweig über viele Jahre finanziell gestützt und bezuschusst, auch um Arbeitsplätze zu erhalten. Der Jahresfehlbetrag, den das Krankenhaus St. Vinzenz bereits in den letzten Jahren erwirtschaftet hat, ist seit 2014 jährlich um ca. 40 % angewachsen. Auch die geplante Umstrukturierung zum „Haus der Lunge“, welche diesen Trend umkehren sollte, hat nicht zu einer Verbesserung der Ergebnisse geführt. Eine Übernahme des Hauses in der bestehenden Form hätte somit auch mögliche Interessenten substanziell finanziell belastet.

„Es gibt keinen ‚guten‘ Zeitpunkt, um solche Nachrichten bekannt geben zu müssen. Ich bedaure es sehr. Dass diese Entwicklungen und Informationen nun zum Ende des Jahres erfolgen und damit in der Weihnachtszeit noch zusätzlich emotional belasten, ist den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, Fristen und Vorlaufzeiten geschuldet, die jeder Arbeitgeber einzuhalten hat“, fasst Schwester M. Teresa Slaby, Generaloberin der Kongregation, die schwere Entscheidung zusammen, den Geschäftsbetrieb bereits zum 31. Dezember 2016 einstellen zu müssen. Die Auflösung des Krankenhauses erfolgt zum 30. Juni 2017. Nach dem 31. Dezember 2016 werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zum Ende des jeweiligen Vertrages bei vollen Bezügen von der Arbeit freigestellt.