20.09.2017

Chronische Wunden schneller heilbar

St. Martini Krankenhaus behandelt chronische Wunden mit Ultraschall-Assistiertem Wunddebridement (UAW)

Sauber und wieder gut durchblutet – das ist das Ziel, das sowohl Ärzte als auch Betroffene bei der Behandlung von chronischen Wunde haben. Am St. Martini Krankenhaus in Duderstadt werden solche Wunden ab sofort auch mit dem Ultraschall-Assistierten Wunddebridement (UAW) behandelt. Dank dieses neuen Verfahrens kann der Wundheilungsprozess deutlich verkürzt werden.

„Besonders bei chronische Wunden, die durch Diabetes mellitus, einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder durch Wundliegen entstehen, setzen wir das Gerät ein“, erläutert Dr. med. Michael Obst, Oberarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie am St. Martini Krankenhaus. Mithilfe von Ultraschall-Schwingungen wird die Wunde intensiv ausgespült, so dass sich Beläge und Nekrosen lösen können und der sogenannte Biofilm, der eine Wundheilung verhindert, nicht entsteht. Tiefe Wunden werden mit einem speziell entwickelten Kugelkopf behandelt. Für den Patienten bietet diese Behandlungsmethode mehrere Vorteile: nicht nur die Medikamentenbelastung kann reduziert werden, sondern auch die stationäre Behandlungsdauer. Außerdem ist die Gefahr von gefährlichen Wundinfektionen geringer. „Das Gerät kommt nicht direkt mit der Haut in Berührung“, erklärt Dr. med. Mariusz Zabski, Sektionsleiter Gefäßchirurgie am St. Martini. „Das ist auch für das Schmerzempfinden ein weiterer großer Vorteil gegenüber des klassischen chirurgischen Wunddebridements.“