16.12.2016

Entwicklung gegen den Trend

Niedersächsische Krankenhausplaner statten St. Martini mit 14 zusätzlichen Planbetten aus
  • Planbettenerhöhung im St. Martini Duderstadt

Das St. Martini Krankenhaus hat in den vergangenen drei Jahren eine äußerst positive Entwicklung verzeichnen können. Dies wird nun auch vom Land Niedersachsen in besonderer Weise gewürdigt. Der Krankenhausplanungsauschuss hat dem Antrag stattgegeben, dem Duderstädter Krankenhaus 14 weitere Planbetten für den Bereich Innere und Chirurgie zuzuteilen. „Eine Entscheidung gegen den Trend“, freut sich Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Zwischen 2000 und 2016 hat sich die Bettenkapazität in Niedersachsen um mehr als 7.300 Betten reduziert auf inzwischen rund 40.000 Betten. Waren im Jahr 2000 noch 203 Krankenhäuser in Niedersachsen „am Netz“, sind es aktuell noch 182. Die jetzige Entscheidung der Krankenhausplaner führt Kohlstedde auf die gemeinsamen Anstrengungen von Belegschaft, Geschäftsführung und Träger wie auch die breite Unterstützung aus der Bevölkerung zurück. Für die zukunftsfeste Aufstellung des Eichsfelder Gesundheitszentrums mit künftig 140 Planbetten haben sich viele Entscheider der Region eingesetzt. Vor allem Bürgermeister Wolfgang Nolte und der Landtagsabgeordnete Lothar Koch haben das St. Martini Zukunftskonzept konsequent unterstützt.

„Ich habe es in 25 Jahren selten erlebt, dass sich jemand gegen den Trend überzeugen lässt. Ministerin Cornelia Rundt rechne ich es daher hoch an, dass Sie sich von Anfang an auf Basis stichhaltiger Fakten aufgeschlossen gezeigt und verantwortungsgerecht entschieden hat“, hebt Landtagsabgeordneter und Ehrenbürgermeister der Stadt Duderstadt Lothar Koch hervor. Grundlage sei die gute Arbeit des St. Martini-Teams. Gute Medizin alleine reiche nicht, der Erfolg müsse auch in den Büchern sichtbar sein. Da hätte das Haus in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Trendwende geschafft. So weiß auch Geschäftsführer Markus Kohlstedde: „Ein Haus der Grund- und Regelversorgung, dass inzwischen seit drei Jahren schwarze Zahlen schreibt, ist in Deutschland eher die Ausnahme, als die Regel.“ Und Bürgermeister Wolfgang Nolte unterstreicht: „Eine schönere und wichtigere Botschaft im Advent kann es für die Stadt, die Region und die Menschen hier nicht geben. Eine frohe Botschaft für uns alle. Dabei gelte sein Dank neben den engagierten Akteuren im Eichsfeld auch der vinzentinischen Ordensgemeinschaft und dem Vinzenz-Verbund für das Vertrauen ins St. Martini Gesundheitshaus und die Investitionen in die Region. So sind sich die beiden Politiker einig: Für die Region sei das ein wichtige strukturpolitische Entscheidung - eine Standortentscheidung vom Feinsten.